Ich koche leidenschaftlich gern japanische Gerichte, aber jahrelang habe ich mich an der Vorbereitung der Zutaten abgearbeitet. Vor allem feine Juliennes von Karotten oder Daikon waren eine Geduldsprobe. Mein teures Santoku-Messer glitt sauber, aber die gleichmäßige Dicke hinzubekommen, kostete Zeit und Nerven. Dann entdeckte ich die Benriner-Mandoline. Auf der benriner.com.de Seite fand ich Informationen zu den verschiedenen Modellen und las mich in die Technik ein. Ich war skeptisch, ob ein Plastikgerät mit einer Klinge besser sein kann als ein gutes Messer. Heute bin ich froh, dass ich es ausprobiert habe.
Die Mandoline von Benriner ist kein neues Gadget. Sie wird seit Jahrzehnten in Japan hergestellt und hat sich in Profiküchen etabliert. Was mich überraschte: Das Gerät wiegt fast nichts, die Klinge ist messerscharf und der Einstellmechanismus simpel. Nach einer kurzen Eingewöhnung schnitt ich Karotten in perfekte Streifen, die aussahen wie aus einer Restaurantküche. Der Geschmack war nicht anders, aber die Optik veränderte mein Kocherlebnis. Plötzlich machte das Vorbereiten Spaß.
Warum ich meine Messer für feine Juliennes aufgegeben habe
Ein gutes Messer bleibt das Herz jeder Küche. Für grobe Schnitte und Filets nutze ich es gern. Aber für hauchdünne Scheiben und gleichmäßige Streifen hat die Benriner zwei entscheidende Vorteile: Präzision und Tempo. Ich kann eine ganze Karotte in weniger als einer Minute in exakte Juliennes verwandeln. Ohne Anstrengung, ohne Ermüdung. Die Klinge schneidet sauber durch das Gemüse, ohne es zu quetschen. Das liegt an der scharfen, flachen Kante und dem festen Kunststofftisch, der das Gemüse führt. Viele günstige Mandolinen haben eine wellige Klinge oder einen wackeligen Schlitten. Das Benriner-Modell verzichtet auf Schnickschnack und setzt auf ein simples, aber durchdachtes Design. Der Klingenschutz ist aus Metall, robust und leicht zu reinigen. Nach dem Schneiden spüle ich die Teile kurz ab und lege sie zum Trocknen hin.
Ein Punkt, den ich anfangs unterschätzte: Die Klinge bleibt lange scharf. Benriner verwendet gehärteten Edelstahl. Ich habe meine Mandoline jetzt zwei Jahre lang fast täglich genutzt, ohne nachschärfen zu müssen. Natürlich kann man die Klinge austauschen, aber das war bei mir noch nicht nötig. Die Oberfläche des Schnittguts oxidiert kaum, weil sie nicht lange mit Luft in Kontakt kommt. Das ist bei Gerichten wie Sunomono oder eingelegtem Gemüse ein echter Vorteil.
Praxistest: Was die Benriner wirklich taugt
Ich habe die Benriner in verschiedenen Situationen getestet. Für harte Karotten und Rote Bete funktioniert sie hervorragend. Weichere Zutaten wie Tomaten oder Gurken sind schwieriger, weil sie nachgeben. Hier hilft ein scharfes Messer mehr. Aber für die meisten Wurzelgemüse, Kohl oder Zucchini ist das Gerät ideal. Der Abstand zwischen Klinge und Auflagefläche lässt sich stufenlos einstellen. So variiere ich die Dicke von 0,5 Millimeter bis etwa 5 Millimeter. Feine Scheiben für Carpaccio oder dickere für Gratins – alles kein Problem.
Ein oft diskutiertes Thema ist die Sicherheit. Bei jeder Mandoline besteht Verletzungsgefahr. Benriner liefert einen Handschutz aus Kunststoff mit. Ich benutze ihn konsequent. Die Spitzen auf dem Handschutz halten das Gemüse fest, ohne zu rutschen. Wer den Schutz weglässt, riskiert Schnitte. Das ist keine Frage des Könnens, sondern der Gewohnheit. Ich habe mir einmal in den Finger geschnitten, als ich ungeduldig war. Seitdem nehme ich den Schutz immer. Die Klinge ist messerscharf und verzeiht keine Unachtsamkeit.
Die Reinigung ist einfach. Die meisten Teile sind spülmaschinenfest, aber ich wasche sie von Hand ab. Das dauert zwei Minuten. Ein kleiner Pinsel hilft, um Gemüsereste aus den Winkeln zu entfernen. Nach dem Trocknen kommt das Gerät in meine Schublade. Es nimmt wenig Platz weg. Anders als große Küchenmaschinen, die rumstehen. Die Benriner ist ein Werkzeug für Leute, die schnell und präzise arbeiten wollen, ohne viel Aufwand.
Seit ich die Mandoline nutze, koche ich häufiger asiatische Gerichte. Ich mache aus Karotten dünne Bänder für Salate oder streife Zucchini in lange Fäden für Nudelersatz. Die Konsistenz der Stücke beeinflusst die Garzeit und die Textur. Gleich dicke Streifen garen gleichmäßig. Früher hatte ich oft dicke und dünne Stücke im selben Topf. Das führte zu matschigen Außenstellen und rohen Kernen. Die Benriner hat diesen Fehler beseitigt. Ich koche nicht perfekter, sondern effizienter. Und das gibt mir mehr Zeit für die eigentliche Zubereitung.
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